LED-Lexikon

Der Lichtstrom (Lumen, lm).
Lumen (lm) ist die Einheit für die Lichtleistung einer Lampe, also praktisch das Lichts, welches die Lampe nach allen Seiten ausstrahlt. Eine Standard-Glühlampe mit 40 Watt hat 400 Lumen. Bei LED-Leuchtmitteln ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Das Verhältnis Watt zu Lumen kann daher nicht so einfach beschrieben werden.

Die Lichtstärke (Candela, cd).
Da eine Lichtquelle ihr Licht nicht nach allen Seiten gleichmäßig abstrahlt, wurde in einer bestimmten Richtung gemessen. Somit beschreibt Candela das, was von der Lampe in einem Winkel ausgesendet wird.

Die Beleuchtungsstärke (Lux, lx).
Lux (lx) beschreibt, wie viel Licht von der Lichtquelle auf einer bestimmten Fläche (z.B. Schreibtisch) tatsächlich ankommt und nicht, wie bei Lumen und Candela, was an und wie Licht ausgestrahlt wird. Dabei muss die Entfernung der Lichtquelle zur Fläche und der Winkel der Abstrahlung berücksichtigt werden. TIPP: Überprüfen Sie anhand den unten aufgeführten empfohlenen Lux-werten mit Hilfe eines Luxmeters Ihre aktuelle Beleuchtung. Messen Sie z.B. auf Ihrem Schreibtisch 400 Lux, ist der Wert zu gering, da mindestens 500 Lux empfohlen werden. Beachten Sie hierbei nebenstehende Formel.

Der Farbwiedergabeindex (Ra oder CRI, engl.).
Der Wert beschreibt, wie gut eine von einer Lichtquelle beleuchtete Farbe wiedergegeben wird. Farben werden von verschiedenen Lampen unterschiedlich dargestellt, weil das Spektrum der Lampen voneinander abweicht. Auch Lampen mit der gleichen Farbtemperatur (Kelvin) können ein unterschiedliches Spektrum haben. Man vergleicht die Farbwiedergabe mit einer idealen Vorlage und ordnet die Lampe dann nach der Abweichung ein. Ein Ra von 100 = keine Abweichung von der idealen Vorlage, die Farben des beleuchteten Gegenstandes erscheinen so wie in der Natur, was bei Leuchtmitteln jedoch in der Regel nicht erreicht wird. Nach DIN5035 sind je nach Art des Raumes und nach Tätigkeit die Farbwiedergabewerte kategorisiert. Sehr hohe Werte werden z.B. in Sanitätsräumen gefordert. In den meisten Umgebungen sind Werte zwischen 70 und 80 Ra vollkommen ausreichend. Die Farbtemperatur (Kelvin, K). Farbtemperatur ist die Lichtfarbe einer Lampe in Kelvin (K). Nach DIN 5035 wird die Bezeichnung der Farbtemperatur folgendermaßen eingeteilt. Warmweiße Lampen, ww (< 3300 Kelvin) werden für eine gemütliche, heimelige Atmosphäre eingesetzt – das gelbe Licht verbreitet Wärme, kommt einer Kerze am nächsten. Neutralweiße Lampen, nw (3300 bis 5000 Kelvin) werden – wie der Name schon sagt – als neutral empfunden. Sie verbreiten ein weißes Licht, die Lichtfarbe fällt am wenigsten auf. Die meisten Büroräume werden mit neutralweißen Lampen beleuchtet. Tageslichtweiße Lampen, tw (>5000 Kelvin) verbreiten ein weißes, technisches Licht. Anwendung findet es zum Beispiel wenn starke Kontraste gewünscht werden, z.B. in Fabrikhallen oder Shops, oder auch bei der Außenbeleuchtung, z.B. Beleuchtung von Hauswänden.